Freitag, 22. Mai 2009

Blogpause

...bis 08. Juni. Wegen Urlaub. Ätsch!

Und außerdem, Sexhotlines...

...falls ich tatsächlich mal scharf drauf sein sollte, daß "reife Hausfrauen aus meiner Umgebung auf mich warten", ruf ich einfach meine Oma an und sag, daß ich zum Essen vorbeikomme.

So!

Donnerstag, 21. Mai 2009

Wieso Werbung für Sexhotlines unlogisch ist

"Ich bin so geil! Ruf mich an!"

Das zumindest behaupten bzw. verlangen spärlich bekleidete Damen allnächtlich im Fernsehen.

Jetzt mal ganz ehrlich: Wenn ihr geil seid, wollt ihr, daß euch ausgerechnet dann jemand anruft?

Mittwoch, 20. Mai 2009

Shopping

Der Michel war heute Klamotten kaufen. Und hat dabei einen erkenntnisreichen Nachmittag im OEZ verbracht. Für Nicht-Münchner: Das OEZ lautet ausgeschrieben "Olympiaeinkaufszentrum". Seine Erbauer müssen bei der Errichtung den Turmbau zu Babel im Hinterkopf gehabt haben, denn es gibt kaum eine Nation, die hier nicht ihre Abgesandten hinschickt, um bei Woolworth einen Satz Alu-Bratpfannen oder beim Asia-Imbiß eine Lebensmittelvergiftung abzustauben.

Erkenntnis Nr.1: Springfield macht dicht

Was Branchenkennern wohl schon längt bekannt ist, hat erst heute mein trauriges Ohr erreicht: Mein Lieblings-Herrenausstatter schließt seine Pforten. Angeblich krisenbedingt hat die spanische Marke ihren deutschen Ableger verhökert, ausgerechnet an die Alm-Öhis von Tally Weijl. Neben Kunden wie mir sind dem Vernehmen nach auch die Mitarbeiter dabei auf der Strecke geblieben. Die Spaniern wollen seit dem Verkauf nix mehr von ihnen wissen, bei T.W. fühlt man sich schon gar nicht zuständig. Was aus Filialen und Ware wird, wissen die Mitarbeiter nicht. Die Kündigung schon in der Tasche, versehen sie mangels Alternative noch immer täglich ihren Dienst und verkaufen Springfield-Klamotten, als wenn nix wär.

Bye, bye, oder besser: Adios, Springfield! Auch wenn ich nie in eure Hosen reingepaßt habe, weil diese offenbar ausschließlich drahtigen katalanischen Stierkämpfern auf den Leib geschneidert wurden. Keiner wird mich je wieder so dezent diskriminieren, indem er die T-Shirts in meiner Größe 3 Euro teurer verkaufte als die sämtlicher anderen Größen...

Erkenntnis Nr. 2: Wie der Verkäufer, so das Sortiment

Bei "mister+lady jeans" durfte ich mich heute darüber wundern, warum dort fast nur Hobbitgrößen angeboten wurden. Ich meine: Männerklamotten in XS? Jetzt mal ehrlich: Kann man denn da überhaupt noch von "Mann" sprechen?

Wie auch immer, das Sortiment hörte bei XL auf, mein Körper leider nicht. Beim Verlassen des Ladens entdeckte ich dann des Rätsels vermeintliche Lösung: Hinter dem Kassentresen lümmelte ein winziger Asiate herum, den ich flugs als den Einkäufer der Filiale identifizierte.

Der Mann bzw. das Männchen (geschätztes Gewicht: annähernd soviel wie 3 Pekingenten) wäre im Cast von "The Terror of Tiny Town" nicht wirklich aufgefallen.

Erkenntnis Nr.3: Jungs hassen es, mit Mutti einkaufen zu gehen

Diese Erkenntnis ist jetzt sooo neu nicht. Die SED hatte das Problem in der DDR auf ihre Weise in den Griff bekommen - es gab einfach so gut wie nix Gescheites, für das sich ausgedehnte Einkaufsbummel gelohnt hätten.*
In unserer Marktwirtschaft ist dafür derzeit noch keine Lösung in Sicht.** Davon durfte ich mich heute gleich zweimal überzeugen, als ich unabhängig voneinander zwei Mutter-Sohn-Gespanne beim loriotreifen Schlagabtausch beobachten durfte.***

Erkenntnis Nr.4: C&A ist gar nicht so scheiße

Gut, ein wesentlicher Teil des Sortiments sieht immer noch so aus, als hätte ein türkischer Kleinstadtzuhälter seinen Kleiderschrank ausgemistet und die Funde bei Charme&Anmut auf die Bügel gehängt. Aber neben im Rakirausch geschneiderten hautengen Glitzershirts und Jeans mit geschätzten 20 verschieden großen Hosentaschen gibt es dort tatsächlich auch "Anziehsachen" (ich liebe dieses Un-Wort) für Menschen mit Realschulabschluß. Von mir kaum bemerkt, hat C&A scheinbar in den letzten 10 Jahren das Ramschladen-Image abgelegt (wenn auch nicht auf ganzer Linie) und bietet Waren feil, die sich durchaus mit so manchem Designerfetzen messen können.

Erkenntnis Nr.5: verrat ich euch später, ich denk selbst' noch drüber nach...

Oder was würdet ihr davon halten, wenn euch eine Eisverkäuferin die gewünschten 2 Kugeln mit einer derart enervierenden Akribie in die Waffeltüte appliziert, als würde sie mit Atombrennstäben hantieren? Wenn sie euch dann mit spitzen Fingern die Eistüte überreicht, mit slawischem Akzent: "Swai Äuro, bütte!" flötet und euch dabei durch ihr schwarzes Brillengestell Marke "Strenge Chefsekretärin" so kritisch beäugt, daß ihr das Gefühl habt, die Queen selbst hätte euch grade ihre Kronjuwelen zum Polieren ausgehändigt?

*) Und das, was es gab, war zu 70% aus handgesägtem dunkelgrauen Polyester gefertigt, aufwändig aufgepeppt mit flotten schlammfarbenen Rallyestreifen. Davor schreckten sogar ansonsten klamottentechnisch schmerzfreie Muttis zurück.
**) Vielleicht schafft die Krise hier ja endlich Abhilfe in Form leerer Regale.... Moment mal!! Kommt es nur mir so vor, oder sehen diese verkniffenen Banker nicht alle aus, als müßten sie nach Börsenschluß mit ihren Muttis Feinripp-Unterwäsche einkaufen gehen? Wurde die Finanzkrise etwa nur angezettelt, um das zukünftig zu verhindern? Schiesser mußte ja auch Insolvenz anmelden! Ein Zufall?
***) Da ist bei der CIA auch noch keiner drauf gekommen: Statt nach Guantanamo hätte man die Al-Kaidisten einfach eine Runde mit Mama und Oma shoppen geschickt, für einen neuen Kaftan und die ein oder andere formschöne Panzerfaust. Nach 4 bis 5 Stunden davon hätten die alles gestanden. Ich melde hiermit "Mater-Boarding" zum Patent an...

Dienstag, 19. Mai 2009

SPIEGEL-Studenten-PISA

Alles auf zum PISA-Test!

Die offizielle und statistisch ausgewertete Version ist zwar schon durch, andererseits kann man jetzt nicht mehr als Totalversager in die Statistik eingehen, sondern einfach nur mal spaßhalber seine Allgemeinbildung testen. Nicht zwingend repräsentativ, aber ein kurzweiliger Spaß für die Kaffeepause ist es allemal.

Hier gehts zur ersten Frage...


(Wen es interessiert, meine Ergebnisse: Politik 30, Geschichte 31, Wirtschaft 28, Kultur 30, Wissenschaft 30 Punkte. Bei Kultur hätten es 31 sein können, aber dafür müßte man halt die Fragen richtig durchlesen...)

Sonntag, 17. Mai 2009

Liebling, laß die Rouladen herunter

Nun ist ja die korrekte Rechtschreibung nicht unbedingt jedermans Sache, und spätestens seit der Rechtschreibreform traue auch ich meinem Schulwissen nicht mehr über den Weg. Und auch wenn man noch so sehr aufpaßt, schleicht sich der ein oder andere Flüchtigkeitsfehler in Beiträge ein. Also werf ich da mal keinen Stein... zumindest keinen allzu großen.

Aber die Speisekarte wollte ich euch trotzdem nicht vorenthalten...






















Und dabei hab ich Zeichensetzung und Numerus noch nicht mal berücksichtigt...

Samstag, 16. Mai 2009

Bekloppte in München, Teil 4

Gestern, 16:30, am Zebrastreifen.

Direkt am Zebrastreifen parkt weithin sichtbar ein Einsatzwagen der Polizei, besetzt mit zwei uniformierten Gesetzeshütern (für Businesskasper: executive officers of law and order bzw. heads of operative suspect controlling and crime management).

Eine gluteal schwer benachteiligte junge Dame um die 20 nähert sich dem Zebrastreifen handyfonierend und überquert diesen ohne Zögern trotz roter Ampel.

Daraufhin entsteigt erst einer, dann auch der zweite Patronus Lex dem Polizeiwagen und schreit der jungen Dame ein mäßig eloquentes "Ej!" hinterher. Worauf sich diese umwendet, sichtlich empört darüber, daß jemand es wagt, ihr mobiles Telefonat so rüde zu unterbrechen.
Unser Rhetorikprofessor in moosgrün wirft der Dame daraufhin ein anklagendes "Es ist ROT!" an den wirren Kopf und deutet in einem Anfall von Fassungslosigkeit heftig gestikulierend auf sein Dienstgefährt hin. Offenbar, um seinem Verkehrshinweis eine zwar ausschließlich pantomimische, aber nichtsdestotrotz vielsagende Ermahnung folgen zu lassen. Ich würde seine Gesten etwa wie folgt übersetzen: "Wie kannst du brunzdumme Kuh über die rote Ampel latschen, wenn Starsky und Hutch in ihrem Batmobil direkt daneben stehen? Blind, blöd, oder doch eher beides? Und hör gefälligst auf zu telefonieren, während ich mit dir rede, du gschnappige Schnepfn!"

Germany's Next Unfallopfer reagiert hierauf, wie man es von einem wandelnden Kubikmeter Marshmallow-Konglomerat von 1,60 m lichter Höhe nicht unbedingt erwartet hätte, am wenigsten wohl unsere zwei Revierförster: Sie schreit die beiden an.

Leider kann ich auf die Entfernung nur "...was'n los?...", "...telefonier grade...", "...kam nix...", "...nicht gesehen..." und "...Mann, ej..." aus dem Gepöbel heraushören. Anschließend dreht sie sich auf dem Absatz ihrer Pimkie-Ballerinas herum und wackelt von dannen, angeregt weiter telefonierend.

Offenbar mußte die Dame auf dem Weg zu diesem Kreuzung mehrere bildungsferne Schichten durchqueren.

Toto & Harry sehen das entweder ebenfalls ein oder sind einfach zu perplex, um zum reagieren. In jedem Fall tun sie das einzig Richtige, um die eigene geistige Gesundheit nicht weiter zu gefährden: Sie lassen sie ziehen. Vermutlich in der (unbegründeten) Hoffnung, daß sie aus der Begegnung mit dem Gesetz etwas gelernt haben möge. Oder aber in dem (begründeten) Verdacht, daß sie ihr ohnehin bald wieder begegnen würden, diesmal vielleicht als Kühlerverzierung an einem städtischen Omnibus oder als Straßenpizza...

Donnerstag, 14. Mai 2009

Dolly Buster, 35.000 BC

"sueddeutsche.de" meldet heute morgen den Fund der ältesten Menschenfigur, aus gerechnet in Schwaben. Und alle Welt rätselt nun, wozu das Ding wohl gedient haben mag. Wörtlich heißt es:

"Bei der Deutung der Venus ist Conard vorsichtig. Die Betonung von Brüsten und Vulva verweist auf Fruchtbarkeit, Geburt, Fortpflanzung, vielleicht auch auf Männerphantasien. Möglich ist eine Verbindung zum Schamanismus, der durch die gefundenen Mensch-Tier-Wesen nahegelegt wird: eine Frau auf der Reise in die Geisterwelt, um Fruchtbarkeit zu garantieren. Ein großes Rätsel bleibt, warum solche komplizierten Figuren, Musikinstrumente und Schmuckstücke bisher nicht in den älteren Homo-Sapiens-Plätzen der Levante oder Afrikas gefunden wurden. Soll man in Schwaben einen entscheidenden Schritt der Menschwerdung vermuten?"

Schamanismus, Mythen, Kult? Wie wär's mal mit etwas nahe liegenderem? Nachdem Pornoheftchen und Neandertalerinnen zum Aufblasen damals noch Mangelware waren, behaupte ich mal, daß wir hier eine der ältesten... wie drück ich es vornehm aus?... Wichsvorlagen der Geschichte vor uns haben.

Denkbar wäre auch, daß hier ein Steinzeit-Schwabe versucht hat, die erste Sparbüchse der Welt zu schnitzen. Da ihm aber noch rechtzeitig eingefallen ist, daß das Münzgeld noch gar nicht erfunden war, hat er das Ding kurz vor der Vollendung weggeschmissen.

Nettes Detail am Rande: Conard (der Name des Wissenschaftlers, der das Ding gefunden hat), bedeutet im Französischen "Blödmann". Der Mann ist Uni-Professor in Tübingen. Ich wage mir gar nicht vorzustellen, wie viele studentische Wortspiele der arme Tropf schon über sich ergehen lassen mußte...

Mittwoch, 13. Mai 2009

Sacht mal...



... geht das nur mir so, oder habt ihr auch das Gefühl, daß Tom Hanks' Synchronsprecher hier seine Zähne nicht drin hatte?

Montag, 11. Mai 2009

Sans sens*

Ich hatte es hie und da schon mal erwähnt: Im Internet treibt der Irrsinn seltsame Blüten. Und dabei meine ich jetzt nicht mal die Websites von Leuten, die vegane Ernährung für ihren canis lupus familiaris für eine besonders dufte Idee halten. Oder andere, die das Internet für das Werk Satans halten, was sie allerdings nicht davon abhält, uns ihre krude Weltsicht mit Hilfe hübsch gestalteter Homepages aufzudrängen.
Nein, manchmal findet sich mehr oder weniger Unsinniges auch an Stellen, an denen man es vielleicht nicht gleich vermutet, weniger offensichtlich, aber nicht minder sinnfrei.
Zwei Beispiele:

Online-Buchungen bei der Deutschen Bahn

Irgendwie scheint es kaum jemanden zu geben, der nicht etwas Negatives über die Bahn zu sagen wüßte. Dabei müßte doch das "Unternehmen Zukunft" längst allen Konkurrenten voraus und über alle Kritik erhaben sein. Doch geschätzte hundert Jahre Erfahrungen mit Kundenbeschwerden haben aus dem staatlich gestützten Beinahe-Monopolisten und datenschutzrechtlichen Totalausfall noch immer keinen Musterbetrieb für vorbildlichen Kundenservice gemacht. Denn es ist nicht möglich, online kurzfristig für einen Dritten ein Bahnticket zu kaufen. In unserer globalisierten Welt kann ich jederzeit von meinem Schreibtisch aus Flugtickets auf den Namen "Osama Bin Laden" von Kabul nach Guantanamo kaufen**. Aber wenn ich meiner Oma mal eben eine Bahnreise von Bumsbutzen nach Kleinkleckersdorf schenken möchte, lehnt die Bahn das ab. Denn online buchen kann ich nur für mich selbst. Wo kämen wir auch hin, wenn sich die Leute ständig gegenseitig Bahntickets schenken würden? Am Ende noch in die schwarzen Zahlen!

Nun könnte ich mich ja in die Gefilde des Organisierten Verbrechens™ begeben und so tun, als wäre ich meine eigene Oma, die sich online ein Bahnticket bucht. Pech nur, daß man zur Abholung des Tickets am Schalter eine Kreditkarte (die meine Oma nicht hat) oder eine BahnCard (die meine Oma nicht braucht) benötigt.

Schon klar, daß die DB ihre rot-weißen Kokainportionierer auf Teufel komm raus an den Mann bringen will. Aber während ich ein Flugticket auch mittels Personalausweis abholen kann, ist sogar das "Meilen"sammeln mit der BahnCard nicht so einfach, wie man sich das wünschen und denken würde.

Natürlich kann ich mir das Ticket auch per Post schicken lassen. Das dauert allerdings 3 Tage, kostet extra, und anschließend muß ich es ja auch noch an Oma weiterschicken.

Nun könnte man ja auf die wohlwollende Idee kommen, die Bahn werfe einem im Internet nur deshalb Knüppel zwischen die Beine, weil man die Kunden an die Fahrkartenschalter treiben möchte, um die dort befindlichen Arbeitsplätze zu sichern. Aber auch die Hypothese hält einer Überprüfung nicht stand, denn dasselbe Ticket kostet am Schalter einige Euro mehr. Die besseren Preise gibt es nur auf elektronischen Weg.

Man fragt sich letztendlich, was die Bahn mit ihrem halbherzigen Online-Angebot bewirken möchte. Denn sie hinkt damit völlig unnötigerweise den gängigen, kundenfreundlicheren Lösungen der Konkurrenz hinterher.

Ebay-Bewertungen

Ich vermute mal, daß die Käufer/Verkäufer-Bewertungen anfangs gut gemeint waren und auch ihre Daseinsberechtigung resp. Zusatznutzen für Ebay-User hatten. Heute allerdings sind sie beinah völlig wertlos.
Denn die meisten davon sind vorbehaltlos positiv. Kein Wunder, denn auch wenn viele davon sicher ehrlich gemeint sind, wird es dem User generell viel einfacher gemacht, positiv statt negativ zu bewerten. Ich bin mir ziemlich sicher, daß viele Ebay-Nutzer trotz Unzufriedenheit positive Bewertungen abgeben, um a) weiteren Ärger, Rückfragen und Auseinandersetzungen zu vermeiden und b) damit ihrerseits eine weitere positive Bewertung für ihr Profil zu erheischen. Tu mir nix, dann tu ich dir auch nix. Kleinere Schwierigkeiten mit der Bezahlung, Versand oder Qualität der Ware fallen dabei unter den Tisch, alle sind nur noch eine große, glückliche 3..2..1-Familie.

Stellt sich aber doch mal jemand dumm genug an, um einen Strauß Negativbewertungen zu kassieren***, kann der Übeltäter den "kontaminierten" Account flugs abmelden und steht kurz darauf mit neuem Account und weißer Weste wieder auf der Matte.
Das Resultat: Ein inflationärer Mix aus guten bzw. gut gemeinten Kritiken, die in ihrer Fülle niemand mehr für bare Münze nehmen kann. Und als würde dies nicht reichen, können Verkäufer mittlerweile von vornherein nur gute Bewertungen abgeben, zudem muß man einige weitere Hürden überwinden, bevor man auch nur eine neutrale, geschweige denn eine negative Kritik abgeben kann. Hat man das dann trotzdem getan, bieten sich dem negativ Bewerteten weitere Möglichkeiten, die schlechte Kritik wieder loszuwerden.
"Wir haben uns alle lieb", made by Ebay. Am besten, man läßt das Bewerten gleich ganz bleiben - wenn da nicht die User wären, die auf eine Bewertung regelrecht versessen sind und einen bei Nicht-Abgabe unablässig mit entsprechenden Nachfragen piesacken.

Laut Ebay sollen die Bewertungspunkte über die Zuverlässigkeit des Handelspartners Auskunft geben. Das würde aber voraussetzen, daß die Bewertungen die Realität abbilden. Das darf aber durchaus bezweifelt werden.

*) ohne Sinn (frz.)
**) auch wenn es für die Strecke keine Direktverbindung gibt, zumindest keine offizielle ;)
***) was zu vermeiden wirklich einfach ist

Mittwoch, 6. Mai 2009

Happy Birthday to me!

Michel's Blog wird 1 Jahr alt. Zeit, ein wenig in der Statistik zu blättern.

Das nützliche Tool, was uns dabei hilft, heißt Google Analytics. Denn auch wenn Google für die meisten nur eine Suchmaschine ist, ist es in Wirklichkeit viel mehr als das: ein Datenkrake von unglaublichen Ausmaßen, der Informationen aus dem Web aufsaugt und speichert wie ein Schwamm. Bei Google Analytics kann man seine Webseite anmelden und erhält dann eine Zusammenfassung allerlei nützlicher, aber auch eine Menge unnützer Informationen über die Menschen, die diese Webseite besuchen: woher sie kommen, für welche Themen sie sich interessieren, welche Browser sie benutzen und einiges mehr. Keine Angst: Informationen, die eine wirkliche Identifikation der Besucher möglich machen, gibt es nicht. Und das ist auch gut so.

So richtig Sinn macht das ganze nur für Leute, die mit Ihrer Webseite Geld verdienen, für alle anderen - so wie mich - ist es eher eine interessante Spielerei, um zu erfahren, ob sich überhaupt jemand für das interessiert, was man so ins Netz stellt.

Ich hab das Tool erst so richtig im September 2008 entdeckt. Was zwischen Mai und September so auf diesem Blog los war, muß daher im Dunklen bleiben.

Im Schnitt besuchen 10 bis 15 Leute täglich diesen Blog. Ungefähr die Hälfte davon sind Menschen, die mehr oder weniger regelmäßig wiederkommen, was ich schon recht erstaunlich finde. Und worauf ich auch ein bißchen stolz bin, wenn man bedenkt, daß dies nur ein kleiner, privater Blog (oder heißt es kleines Blog?) ist, der sich hauptsächlich mit (real)satirischen Themen beschäftigt und für den niemand Werbung treibt. An dieser Stelle möchte ich mal meine fleißigen und unbekannten Stammleser im Raum München, Halle, Erfurt, Frankfurt/Main, Stuttgart, Leipzig, Bayreuth, Kempten, Heilbronn und Sulzbach herzlichst grüßen. Falls ich jemanden vergessen habe, ist allein die unzulängliche Statistik Schuld. Ich schwör'.

Bemerkenswert ist, daß sich nicht nur Leser aus Deutschland zu diesem Blog verirren, sondern bisher Menschen aus 28 Ländern, darunter erstaunlicherweise auch Websurfer aus Saudi Arabien, Indonesien und Andorra. Mal im Ernst: Andorra besteht zum größten Teil aus Felsen, ist gerade mal halb so groß wie Berlin und hat in etwa so viele Einwohner wie Tübingen. Trotzdem hat irgendein Andorraner oder Andorra-Besucher ganze fünfeinhalb Minuten auf diesen Webseiten verbracht. Erstaunlich.

Daß manche meiner Besucher diese Seiten über ihre PS 3 angesteuert haben und seltsame Bildschirmauflösungen wie 800x5000 benutzen - geschenkt. Interessanter ist da schon die Providerliste aller Besucher. Auf dieser finden sich nicht nur (wenig verwunderlich) unzählige Unis und allerlei Mediaagenturen, sondern auch die BfA, der Deutsche Bundestag und viele andere Behörden sowie zwei Anwaltskanzleien.

Noch besser aber wird es, wenn man sich anschaut, über welche Suchworte bzw Wortkombinationen manche User schlußendlich auf diesem Blog landen. Hier meine persönlichen Top Five der Suchbegriffe, die Menschen auf meinen Blog geführt haben:

auf Platz 5: "strickmuster kanadische flagge"
auf Platz 4: "altertümliche lederumhängetaschen"
auf Platz 3: "problemlos erbrechen tipps"
auf Platz 2: "giraffenscheiße"

und die ungeschlagene Nr. 1: "häufig nach rektaler prostatamassage mit sekret gewinn"

Es gibt wirklich seltsame Menschen dort draußen.

Die wichtigste Frage allerdings kann mir Google nicht beantworten, nämlich welche Beiträge euch bisher am besten gefallen haben. Wer mag, darf dazu gerne einen Kommentar abgeben. Oder schreibt einfach eine Mail an der_michel (at) ymail.com.

Berechtigte Frage

Kommen Moslems, die an Schweinegrippe sterben, trotzdem in den Himmel?