Hallo miteinander,
nönö, Maikäfer fliegt, Vater ist nicht im Krieg, Bayernland ist auch nicht abgebrannt. Der Michel macht nur seine Drohung wahr und macht Pause von der Bloggerei.
Nicht, daß es mich nicht zwischendurch schon wieder in den Fingern gejuckt hätte. Aber wenn der Druck erst einmal abgeschaltet ist, läßt sich viel einfacher "Och nööö, heute nicht!" sagen. Und wenn man das lange genug macht, kommt schnell ein Monat zusammen, in dem man nicht eine einzige Zeile zu Papier resp. zu Tastatur gebracht hat. Dafür hatte ich mal wieder richtig viel Zeit, was anderes zu machen: Laptop fertig konfigurieren, einige meiner vor ewigen Zeiten angeschafften und mittlerweile halbverstaubten Bücher lesen, Kind bespaßen, in Phantasien schwelgen, in denen herabfallende Konzertflügel, heranrasende Trucks und bestimmte Arbeitskollegen eine tragende Rolle spielen usw.
Aber damit es mir nicht ganz so langweilig wird, hab ich ja meine Mediations*-Ausbildung angefangen. Letztes Wochenende war der erste Kurs, und ich muß sagen: Da liegt ein gutes Stück Arbeit vor mir. Aber ich bin "angefixt", denn es ist wirklich interessant, vielversprechend und nicht mal annähernd so sozialpädagogik-verseucht, wie ich im Stillen befürchtet hatte.
Mit ein bißchen Glück und Geschick halte ich in eineinhalb Jahren einen möglichen Schlüssel aus der sich abzeichnenden, beruflichen Sackgasse in den Händen. Zumindest hab ich mal wieder richtig Lust drauf, was neues zu lernen. Da seh ich auch mal gern drüber hinweg, daß in der Peergruppe gespiegelt, paraphrasiert und re-framed wird, daß die Schwarte kracht.
Übrigens: Ab Ostersonntag sind wir für eine Woche in der alten Heimat. Ihr auch?
Gruß,
der Michel
*) Nicht zu verwechseln mit Meditation. Für die bräuchte ich auch keinen Kurs. Eine Familienpizza für mich allein, und ich meditiere mich automatisch mit nach hinten gerollten Augäpfeln in die Couch...
Dienstag, 30. März 2010
Wo steckst du?
Moin,
was ist los? Wird die Weisswurstproduktion bestreikt oder hat Bayern jetzt nach dem chinesischen Modell alle Internetleitungen in die Restrepublik gekappt. Wenn das der Fall ist, klopfe dreimal mit der Maus an den Bildschirm....
Soll heißen wo versteckst du dich? man hört gar nix mehr!
Ed
was ist los? Wird die Weisswurstproduktion bestreikt oder hat Bayern jetzt nach dem chinesischen Modell alle Internetleitungen in die Restrepublik gekappt. Wenn das der Fall ist, klopfe dreimal mit der Maus an den Bildschirm....
Soll heißen wo versteckst du dich? man hört gar nix mehr!
Ed
Mittwoch, 3. März 2010
Rad und Tat
Vor ungefähr zwei Monaten erspähte ich auf dem Weg zur Arbeit auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Fahrrad, das irgendjemand an dem dort befindlichen Zaun angeschlossen hatte. Soweit nichts ungewöhnliches, bis auf die Tatsache, daß sich in wesentlicher Laufdistanz zu diesem Rad keinerlei Ziel oder Grund befindet, der den Besitzer dazu bewogen haben mochte, sein Rad im Niemandsland stehen zu lassen. Aber: Kann passieren, die Menschen leiden mitunter unter seltsamen Motiven für ihre Handlungen.
Für die nächsten drei Wochen bewegte sich das Rad weder fremdbestimmt, noch von selbst von seinem Platz. Infolgedessen nahm ich an, daß der Besitzer nicht nur seinem Drahtesel, sondern auch Deutschland dauerhaft den Rücken gekehrt hatte und mittlerweile einen Moskitoverleih im Okawangodelta managte. Ich spielte vorsichtig mit dem Gedanken, was wohl passieren würde, käme ich auf die Idee, den Zaun von dem an ihm protestierend festgeketteten Rad zu befreien und selbiges mangels Interesses weiterer Mitbewerber in meinen Besitzstand zu überführen.
Allein, zwei Dinge hielten mich zurück. Erstens brauch ich kein Rad, denn in meinen Keller harrt bereits eine verstaubte Shimano-Stute ihrer Besteigung. Und zweitens hindern mich die mir anerzogenen moralischen Ketten an derlei Diebereien. Dieses sogenannte „Gewissen“ kann einem ganz schön den Tag versauen, wenn es darum z.B. geht, unsympathischen FDP-Ministern die verlorene Kreditkarte zurückzugeben, ohne wenigstens einmal in deren Namen bei Rent-A-Bitch einzukaufen.
Was soll ich sagen: Nachdem ich mehrere Wochen nicht mehr an das Radl gedacht hatte, fiel mein Blick heute mal wieder auf dessen, noch immer mit dem Zaun verbandelte Überreste.
Inzwischen hatte sich ein fürsorglicher Zeitgenosse des Sattels angenommen, das Vorderrad war ausgebaut und krummgetreten, und am Lenker hing eine Tüte Müll. Vermutlich wird der Schrotthaufen nun noch ein halbes Jahr vor sich hin wesen, bis irgendein Stadtwerke-Horst sich seiner annimmt und seiner Reinkarnation als Sandwich-Toaster zuführt.
Zunächst mal: Welcher cerebral Benachteiligte demontiert ein Vorderrad, nur um es anschließend in Brezelform zu kicken und liegen zu lassen? Und was ist wohl der anderen Flachzange durch den Kopf gegangen, als sie ihren Müll auf der Fahrradruine drapierte?
Welche Frage mich aber wirklich bewegt: Hätte ich, aus dem Blickwinkel des Werterhalts und des ökologischen Gewissens, mit dem frühzeitigen Diebstahl des Rades am Ende ein gutes Werk getan?
Ich werde es wohl nie erfahren.
Für die nächsten drei Wochen bewegte sich das Rad weder fremdbestimmt, noch von selbst von seinem Platz. Infolgedessen nahm ich an, daß der Besitzer nicht nur seinem Drahtesel, sondern auch Deutschland dauerhaft den Rücken gekehrt hatte und mittlerweile einen Moskitoverleih im Okawangodelta managte. Ich spielte vorsichtig mit dem Gedanken, was wohl passieren würde, käme ich auf die Idee, den Zaun von dem an ihm protestierend festgeketteten Rad zu befreien und selbiges mangels Interesses weiterer Mitbewerber in meinen Besitzstand zu überführen.
Allein, zwei Dinge hielten mich zurück. Erstens brauch ich kein Rad, denn in meinen Keller harrt bereits eine verstaubte Shimano-Stute ihrer Besteigung. Und zweitens hindern mich die mir anerzogenen moralischen Ketten an derlei Diebereien. Dieses sogenannte „Gewissen“ kann einem ganz schön den Tag versauen, wenn es darum z.B. geht, unsympathischen FDP-Ministern die verlorene Kreditkarte zurückzugeben, ohne wenigstens einmal in deren Namen bei Rent-A-Bitch einzukaufen.
Was soll ich sagen: Nachdem ich mehrere Wochen nicht mehr an das Radl gedacht hatte, fiel mein Blick heute mal wieder auf dessen, noch immer mit dem Zaun verbandelte Überreste.
Inzwischen hatte sich ein fürsorglicher Zeitgenosse des Sattels angenommen, das Vorderrad war ausgebaut und krummgetreten, und am Lenker hing eine Tüte Müll. Vermutlich wird der Schrotthaufen nun noch ein halbes Jahr vor sich hin wesen, bis irgendein Stadtwerke-Horst sich seiner annimmt und seiner Reinkarnation als Sandwich-Toaster zuführt.
Zunächst mal: Welcher cerebral Benachteiligte demontiert ein Vorderrad, nur um es anschließend in Brezelform zu kicken und liegen zu lassen? Und was ist wohl der anderen Flachzange durch den Kopf gegangen, als sie ihren Müll auf der Fahrradruine drapierte?
Welche Frage mich aber wirklich bewegt: Hätte ich, aus dem Blickwinkel des Werterhalts und des ökologischen Gewissens, mit dem frühzeitigen Diebstahl des Rades am Ende ein gutes Werk getan?
Ich werde es wohl nie erfahren.
Dienstag, 2. März 2010
Ed in MUC
Moin,
war gestern und heute in MUC. Sorry hatte aber keine Zeit, sonst hätt ich mal durchgeklingelt, beim nächsten mal.
Ed
war gestern und heute in MUC. Sorry hatte aber keine Zeit, sonst hätt ich mal durchgeklingelt, beim nächsten mal.
Ed
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