Mittwoch, 12. September 2018

Übrigens...

..ist es nicht unbedingt von Vorteil, wenn Schußwaffenhersteller einen als Zielgruppe betrachten.

Donnerstag, 6. September 2018

Die einzig wahre Rechtschreibreform

...wäre die Löschung des Buchstaben H.

Zum einen ist das H ohnehin in vielen Fällen stumm, und die Verbindung "s-c-h" käme ohne das H auch ganz gut aus, die slawischen Sprachen mit ihrer Vielzahl an Zisch-Lauten machen es vor.

Zum andern würden wir dann endlich alle mit der latenten Erotik eines französischen Akzents sprechen.

Der wichtigste Grund, das H abzuschaffen, lautet aber: Die ganzen rechten Deppen, die sich Kopf, Körper, Auto, Wohnung und Deutschlandhütchen mit eingestanzten "88" verziert haben, wären richtig am Arsch.

Montag, 9. Juli 2018

Star war's

(Achtung, Spoiler!)

Ich hab vor einigen Tagen Episode VIII angeschaut.

Ich glaube, ich werde für Star Wars zu alt.

Noch bis vor ein paar Jahren schien es mir nichts auszumachen, wenn im Star Wars Universum die Gesetze der Physik auf den Kopf gestellt wurden. Beim Anschauen des letzten Teils nun begannen mich die schon häufiger kritisierten, lautstarken Detonationen im Weltraum endgültig zu nerven. Ganz schlimm wurde es dann aber bei den "Bomber"-Raumschiffen der Rebellen.

Nicht nur, dass man sich bei Star Wars immer aufrecht stehend, Aug in Aug begegnet, unten in jedem Raumschiff unten und oben oben ist, wenn ihr wißt, was ich meine. Nun haben sich die Macher auch noch Bomber ausgedacht, bei denen sich wie im Flugzeug Bombenschächte öffnen und die Böller dann tatsächlich nach "unten" Richtung "darunter" befindlichem Raumschiff abrauschen. Macht in der Schwerelosigkeit null Sinn. Genausowenig, wie wenn getroffene Raumschiffe nach "unten" aus dem Blickfeld driften.

Dass Leia nicht nur die Explosion ihres Schiffs, sondern auch ihren schutzlosen Aufenthalt im Vakuum überlebt, ist ebenso fantastisch wie die Tatsache, dass Yodas "Geist" oder wie immer man seine, an übermenschlichen Fähigkeiten nicht arme Rest-Existenz bezeichnen mag, noch immer durch die Galaxis spukt.

Was mich auch immer verwundert: Wieso verstehen die ganzen Außerirdischen sich alle untereinander, obwohl sie andere Sprachen sprechen? Haben die einen Babelfisch im Ohr? Und was machen dann die, die keine Ohren haben? Oder ist das so das Lassie-Syndrom, wenn der Wookie einmal "Öhhh-ähhh-öhhhh!" stöhnt, dass Han Solo dann weiß, dass der kleine Luke auf der Nordweide in einen alten Brunnenschacht gefallen ist?

Nach insgesamt 9 Kino-Filmen (wenn man Rogue One mit einbezieht) fängt ein weiteres Narrativ an, mich zu nerven: In nahezu jedem Film stehen die Rebellen kurz vor der Auslöschung. Alle Schlupfwinkel und Basen sind aufgedeckt und/oder zerstört, alle Raumschiffe außer dem Millennium Falken sind hinüber, fast alle Kampfpiloten sind tot, immer sind nur eine Handvoll Widerständler übrig, wenn überhaupt. Meist ganz allein, ohne Hilfe, Nachschub oder Hoffnung.

Trotzdem sind einen Film später alle Vorräte an Material und intergalaktischem Kanonenfutter wieder aufgefüllt, um aufs Neue ins Nirvana geblasen zu werden. Praktisch nie wird die Frage beantwortet, wer denen eigentlich ihre ganzen Raumschiffe und Raumbasen baut, vor allem in verhältnismäßig kurzer Zeit. Und wer finanziert das Ganze? Wer bildet die Piloten aus? Und wer glaubt noch daran, dass die kümmerlichen Häuflein mit ihrer Handvoll schrottreifer Raumschiffe ernsthaft gegen immer neue, unerschöpflich scheinende Armadas von Klonkriegern, Kampfmaschinen und Raumschiffen irgendeinen Blumentopf gewinnen könnten, Jedi hin, Jedi her.

Was soll es schon bringen, wenn in jedem neuen Film die gesamten Kampftruppen der Rebellen aufgerieben werden, um mit letzter Kraft bei irgendeiner spektakulären Aktion irgendein wichtiges Puzzleteilchen in des Oberbösewicht's Masterplan kaputt zu machen? Das Imperium macht dabei nie den Eindruck, als wollte man sich von solchen Nadelstichen aufhalten lassen.
Gleiches gilt im übrigen für die "bösen" Sith, die den "guten" Jedi im Kampf zahlen- und kräftemäßig fast immer überlegen sind.

Ich finde auch die Wandlung der Saga gewöhnungsbedürftig. Waren die ersten drei Filme mit knuffigen Droiden, Ewoks und trottligen Klonkriegern noch verhältnismäßig familien-kino-tauglich, ist man spätestens bei Rogue One am düstersten Ende angekommen: Am Ende sind alle tot, vor allem die Guten. Es gilt zwar nach wie vor das Prinzip, dass, egal wie viele von den Guten in einer Art Volkssturm-Mentalität ins Feuer rennen, es nicht umsonst war, solange man irgendwie den Glauben an die Hoffnung nicht verliert. Für wen die Hoffnung aber sein soll, wenn alle, die es interessiert, den Märtyrertod gestorben sind, erfährt man nie so genau. Mutmaßlich nur, um in der nächsten Generation von Kamikaze-Piloten die Opferbereitschaft anzustacheln. Morituri te salutant.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Kurze Zwischenfrage

Wann strengen die christlichen Kirchen in Deutschland eigentlich endlich eine Musterfeststellungsklage gegen die CSU an?

Als Hüter bzw Inhaber der Marke "Christlich" sollte ihnen doch daran gelegen sein, dass das Attribut nicht mißbräuchlich verwendet wird.

Ich kenne keine der 7 Todsünden, derer sich prominente Führungspersönlichkeiten dieser Partei nicht schuldig gemacht hätten und aktuell weiter machen.