Posts mit dem Label Fundstücke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fundstücke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 4. Oktober 2025

Hilarious!




Donnerstag, 25. September 2025

Fragliches

Der Michel hat heute überraschend Briefwahlunterlagen bekommen. Für einen Bürgerentscheid pro oder contra einer Olympiabewerbung Münchens.Schöne graue und pinke Zettel und Umschläge, ein Haufen Papier - soweit nichts Ungewöhnliches.

Nur lag den Unterlagen nicht nur eine Erklärung des Stadtrats bei, warum Olympia für München eine super Sache wäre, sondern auch noch ein buntes Werbeprospekt pro Olympia.

Das ist in etwa so, als würde dem Bundestagswahlzettel Wahlwerbung der CSU beiliegen. Oder in der Wahlkabine ein Porträt vom Söder hängen. Irgendwie scheint sich da ein seltsames Demokratieverständnis abzuzeichnen.

Wobei, je länger ich drüber nachdenke, fällt mir ein, dass Münchner Wahlbüros immer in Schulen sind. Und in bayrischen Klassenzimmern  hängt der Latten-Jupp, um den Kinderlein und vielleicht auch den Wählern vorzuführen, was in Bayern mit Leuten passieren kann, die ihr Kreuz nicht bei der CSU machen.

 

Und wieso sprechen Väter in amerikanischen Serien ihre Söhne immer mit "Kumpel" an? Mag ja sein, dass die im Original immer "buddy" sagen (was auch schon irgendwie seltsam ist), aber wenn dann die Synchro-Autoren das so übernehmen, scheint mir das doch etwas weird. Ich hab noch keinen deutschen Vater erlebt, der seinen Sohn mit "Kumpel" anspricht. Der Ausdruck "Kumpel" ist im Deutschen entweder für Bergleute reserviert oder für DDR-Nostalgiker, die damit ihre Freunde umschreiben. Dann aber vorzugsweise mit einem "G" im Anlaut gesprochen.

***

Der Michel laboriert gerade an einem wehen Fuß herum und hat deswegen bei Liebscher&Bracht nach Abhilfe gesucht. (L&B sind Spezialisten für schmerzende Knochen und verspannte Muskeln, die oft sehr gute Tipps haben, wie man den schleichenden Verfall des eigenen Körpers kurzzeitig zum Stillstand bringt. Fast immer liegt das Geheimnis darin, mit im Nacken verschränkten Füßen 20 Sekunden lang den linken Zeigefinger auf ein Holzklötzchen zu pressen, um eine Blockade am rechten Hoden zu lösen oder etwas ähnliches.)

Und was musste ich da auf deren Webseite zum gesuchten Thema lesen? "Obwohl der Hallux valgus in frühen Lebensabschnitten vorkommen kann, treten oft erst ab 50 Jahren schwere Fehlstellungen im Großzehengrundgelenk auf."

Ich kann ech gar nicht sagen, wie oft ich in den letzten 2,3 Jahren ähnliche Sätze gehört habe. Frei übersetzt bedeuteten alle "ab 50 geht's nur noch bergab". 

Ich glaube so langsam, dass wir mit unserer gestiegenen Lebenserwartung die natürliche Evolution rechts überholt haben. Evolution spielt sich ja in Zeiträumen ab, die keine Apple Watch mehr messen kann. Sowas wie z.B. die Entwicklung vom Ganzkörper-Flokati zu den Schamhaar-Inseln von heute brauchte unter Umständen Millionen von Jahren, um sich in der Breite durchzusetzen (wenn man von einigen Gegenden rund ums Mittelmeer absieht, wo die Entwicklung beim homo schimpansus hängen geblieben zu sein scheint).

Vermutlich war von der Evolution aktuell noch gar nicht vorgesehen, dass wir älter als 50 werden, bzw dass wir nach dem 50. Geburtstag noch irgendwelche Muskelgruppen beanspruchen müssen. Der Plan war (so meine Vermutung), dass diejenigen, die diese magische Schmerzschwelle überschreiten, nur noch wie Majestix durch die Gegend getragen wird. 

 


Aber in einer Welt, in der des mehr Rentner als Heranwachsende gibt und in der Teile der nachwachsenden Generation mal so eben noch ein Handy hochheben können, ohne sich einen Leistenbruch zuzuziehen, mangelt es empfindlich an potentiellen Schildträgen. Die Demografie ist also schuld, dass wir unsere siechen Gebeine auch jenseits der 50 weiter selbst von A nach B schleppen müssen. 

Und da beschweren sich die Leute immer, dass zuviele junge Männer ins Land gelassen werden. Ja wer, verdammt noch eins, soll mich denn sonst zukünftig durch die Gegend tragen? Irgendein Kevin, der von einem Leben als Bockwurst-Influencer träumt und den die Mama wegen Laktoseintoleranz vom Schulsport hat befreien lassen, sicher nicht. 

Das hat die Merkel schon ganz richtig erkannt. Immer hereinspaziert, Habibi. Jeder nur ein Schild.

Dienstag, 12. Mai 2020

Heilige Scheiße!!!

Falls das Video echt sein sollte: Gruß an Cyberdyne Systems. Wir sind am Arsch. Kann bitte jemand Linda Hamilton Bescheid geben? 


Dienstag, 28. April 2020

Tach auch!

Mein letzter Post ist sage und tippe schon fast ein halbes Jahr her, und ich habe bereits mit dem Gedanken gespielt, diesen Blog sanft entschlummern zu lassen. 12 Jahre sind eine lange Zeit, und ich hatte das Gefühl, zuletzt nur noch Rants abzusondern.
Ich hätte zwar das ein oder andere Mal noch Lust gehabt, den ein oder anderen Kommentar in die Welt zu blasen (ein paar lose Enden baumeln noch auf der Agenda), aber irgendwie überrollt einen das Zeitgeschehen, und am Ende hat ein anderer dasselbe schon gesagt, oder besser, oder überhaupt.

Aber was uns heute ins Haus geflattert ist, läßt mir dann doch eine Hasskappe wachsen.
Die süßeste Tochter hat heute Post von - haltet euch fest - der Bundeswehr bekommen. Genauer: Vom Personalmanagement der Bundeswehr.

Die Postkarte ist eine Aneinanderreihung von Unverschämtheiten, dass ich im Strahl kotzen könnte.
Nicht nur, dass die Vorderseite einen Namensaufnäher mit meinem Nachnamen auf Tarnhintergrund darstellt, was wohl suggerieren soll, dass irgendein perverser Personal-Sesselfurzer es bereits als gesetzt betrachtet, dass meine minderjährige Tochter demnächst im Kampfanzug durch die Scheiße robbt.

Überschrieben ist das Ganze mit "Wir kämpfen gegen Corona". Ach ja? Erschießt ihr die Viren mit dem Flitzebogen, oder was?
Das einzige, wogegen ihr kämpft, ist doch die verdiente Bedeutungslosigkeit. All die verzweifelten Versuche, Deutschland wieder zu militarisieren und die unzähligen Werbekampagnen lassen doch nur eins zu Tage treten: Der Großteil der deutschen Bevölkerung und insbesondere die jungen Leute haben kaum noch ein Interesse daran, sich ihre Ärsche für irgendeine pathetische Kackscheiße wegschießen zu lassen. Und Recht so!

Zurück zur Werbepost. Die Corona-Pandemie auf billigste Weise für eigene "Mitgliederwerbung" bzw "recruitment" zu instrumentalisieren, ist so geschmacklos, das haben bisher nicht mal die Zeugen Jehovas oder die GEZ gebracht.

Als nächstes kommt natürlich das Zuckerl von wegen "guck mal, auch die Bundeswehr(krankenhäuser?) helfen der Bevölkerung bei Corona".
Ja natürlich tun sie das, verdammt! Schließlich finanziert "die Bevölkerung" den Laden zu 100%, und Kriegsverletzte gibt es ja gerade (hallelujah!) nicht zu versorgen.
Aber die Existenz dieser Krankenhäuser und all das andere Greenwashing täuscht doch keinen mehr drüber weg, dass eine Armee mit Gewehren, Panzern und Kampfflugzeugen nicht den primären Zweck verfolgt, Kranke zu heilen und Brunnen zu bauen.

Nach dem kurz gefassten Aufruf, sich weiter über den Wehrdienst zu informieren, folgt die Nennung der Webseite, die sich leicht verfremdet so liest: bundesw€hrk@rriere.de/VIP/.. gefolgt vom Namen meiner Tochter. Die nächste plumpe Anmache aus der Kategorie "Hat es weh getan, als du vom Himmel gefallen bist?". Wie schlecht kann es noch werden? Glaubt in eurem Laden echt einer, ihr müßt nur ein "VIP" in die Webadresse basteln, und schon können diese selbstverliebten Teenies gar nicht anders, als sich einen Job in der Bundeswehr herbeizusehnen?

Der letzte Klopper verbirgt sich dann im "Datenschutzhinweis", der wohlweislich und ungeheuer seriös in Mini-Miemelschrift gehalten ist, bei der sogar ein Adlerauge wie ich eine Lupe brauchte.
Nachdem ich mich bereits gefragt hatte, wie die BW an den vollen Namen (incl ungenutzter Zweitnamen) meiner Tochter kommt, um diesen dann samt Anschrift an die "Dialogpost" der Deutschen Post weiterzureichen, steht da die Auflösung. Gemäß Bundesmeldegesetz hätte meine Tochter einer Datenübermittlung laut Soldatengesetz nicht widersprochen. Daher senden die Meldebehörden regelmäßig Daten demnächst volljährig werdender Jugendlicher an die BW zum Zwecke des Versands von Infomaterial. So steht's da, leicht verkürzt.

Mal unabhängig davon, dass sich das in meinen Augen irgendwie mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung beißt: Hier argumentiert eine Bundesbehörde damit, dass eine Minderjährige, die in ihrem Leben noch nie von einem Soldatengesetz gehört geschweige denn sich damit auseinander gesetzt hat, Einspruch gegen eine Weitergabe Ihrer Daten hätte erheben sollen, mit der sie nie im Leben gerechnet hätte.

Selbst, wenn ich die Verantwortung auf mich umlege: Bin ich als Verbraucher bzw Bundesbürger tatsächlich dazu aufgefordert, über sämtliche Gesetze und Regelungen Bescheid zu wissen, die z.B. mit einer Weitergabe meiner Daten einher gehen und gegen die ich daher Einspruch erheben müßte, wenn ich denn wollte? Was für eine Art von umgekehrter Rechtsauffassung ist das denn? Soll nun jeder Bundesbürger höchstselbst bei jeder möglichen Bundesbehörde, die eventuell über seine Daten verfügt, auf Verdacht Einspruch gegen eine möglichen Weitergabe dieser Daten einlegen?
Müßte nicht eher eine Behörde zuerst mich fragen, bevor sie meine Daten weitergibt, speziell zu Werbezwecken?

Die im Datenschutzhinweis aufgeführte Norm im Bundesmeldegesetz gibt überraschenderweise darauf sogar Antwort: "Die betroffene Person ist auf ihr Widerspruchsrecht bei der Anmeldung und spätestens im Oktober eines jeden Jahres durch ortsübliche Bekanntmachung hinzuweisen."
Leider etwas schwammig. Welche "Anmeldung" ist da gemeint, etwa die kurz nach der Geburt? Und was ist eine "ortsübliche Bekanntmachung"? Wird das in Bayern auf Weißwurst-Verpackungen gedruckt?
Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich, meine Tochter oder irgendjemand, den ich kenne, von der Meldebehörde zu irgendeinem Zeitpunkt über ein solches Einspruchsrecht informiert worden wäre.

In einer Zeit, in der es wie kaum zuvor zu Tage tritt, welche Berufsgruppen für Wohl und Wehe der Bevölkerung relevant und wichtig sind und welche nicht, flattert nicht etwa Werbung für eine Karriere in einem Pflegeberuf oder in der Wissenschaft in Haus, sondern von der fucking Bundeswehr.
Vor nicht allzu langer Zeit fragte jemand im Fernsehen, warum es angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege nicht auch mal Plakatkampagnen vom Gesundheitsministerium diesbzgl. gäbe. Dem kann ich mich nur anschließen.
Stattdessen werden immer weiter endlos Steuergelder für die Bauernfängerei der Bundeswehr rausgeblasen, um mit ihrem Blendwerk Kinder für den "Dienst an der Waffe" zu gewinnen.

Herzlichen Dank, kein Interesse. Oder, um es mit Reinhard Mey zu sagen: " Nein, meine Tochter geb' ich nicht!"



Donnerstag, 3. Januar 2019

...äh...Moment mal....

Fiel mir gerade in die Hände, der immer großartige Georg Schramm:


Bis zum Ende angeschaut? Und jetzt mal drüber nachdenken, dass wir aktuell, 9 Jahre nach diesem Auftritt, annähernd Vollbeschäftigung haben...

Montag, 18. Dezember 2017

Fundstücke

/b /b

Mittwoch, 23. August 2017

Fremde Feder

Habe gerade die grandiose Idee gelesen, demonstrierende Nazis mit Glitter zu bewerfen.
Hiermit sei sichergestellt, dass das Internet diesen hervorragenden Einfall nicht vergißt.

Sonntag, 20. August 2017

Schlemmern ohne Reue

Endlich sind sie da: Vegane Kondome!

Darauf hat die Welt gewartet.

Wenn ihr also mal nichts zu essen in Hause habt - kein Problem. Einfach eine Packung Lümmeltüten aufreißen und entspannt genießen. Mmmh - lecker!

Dazu passt: Ein feinherbes Gläschen "Butzwasser".

Demnächst: Leckere Kondomrezepte auf chefkoch.de.

Samstag, 11. Februar 2017

Splitter

Beim Spazierengehen ist mir heute aufgefallen, wie viele Gebetsketten, Christopherusse (Christopheri?) oder Nazar-Augen an deutschen  Autorückspiegeln herumbaumeln.
Haben die Fahrer tatsächlich so wenig Vertrauen in ihre Fahrkünste, dass sie sich zusätzlich mit Talismanen absichern müssen? Die Vorstellung, dass hier lauter Sonntagsfahrer herumgurken, die sich nur mit spiritueller Vollkasko hinters Steuer trauen, flößt mir eher Unbehagen ein.
Zumal zum Teil der Umfang der Rückspiegel-Deko, plus diverser Duftbäumchen und anderer Erwachsenen-Mobilès, den ungehinderten Blick durch die Frontscheibe stark einschränkt.

Es sei denn, man ist Fürstenfeld-Brucker. Dann benötigt man tatsächlich bei der Teilnahme am Straßenverkehr jede Hilfe, die man kriegen kann.

****

Habe gestern "ZDF History - Die großen Mauern der Geschichte" gesehen. Dabei ging es natürlich auch um die Berliner Mauer bzw. die innerdeutsche Grenze.

Ich hab lange in einem vermeintlich seriös-wissenschaftlichen Format soviel Geschichtsklitterung erlebt. Das hätte vermutlich sogar "Galileo" seriöser hinbekommen.
Vermutlich haben sich die Erben Gerhard Löwenthals ausgetobt, denn die Darstellung war komplett einseitig, frei nach westdeutscher Propaganda-Lesart: Die innerdeutsche Grenze war eine primitive, "architektonisch erbärmliche" Todesfalle, die die DDR-Bürger einsperren sollte. Was leider nur die halbe Wahrheit ist, aber weder die Vorgeschichte, noch die rechtliche Situation, noch weitere Gründe für den Mauerbau kamen zur Sprache.
Auch bei der Zahl der Opfer Ungenauigkeiten. "Zehntausende" sind geflohen, "Zehntausende" wurden verhaftet, "mindestens Tausend" Opfer fordert die Grenze.
Warum so schwammig? Tatsächlich gibt es um die Zahlen eine ewige Kontroverse. Die Stasi hat erst ab 1976 Statistiken geführt, danach waren es bis 1989 exakt 110.907 Personen. An anderer Stelle wird die Zahl von 176.000 genannt. Was vor 1976 war, darüber gibt es wohl nur Schätzungen.
Noch ungenauer ist es bei den Todesopfern. "Mindestens Tausend" scheinen da sehr aus der Luft gegriffen. Die letzte, umstrittene Nennung lautet 1303 Personen, wobei da sogar sowjetische Deserteure, erschossene DDR-Grenzer, Selbstmörder und Todesopfer an anderen Grenzen einberechnet sind. Wissenschaftler halten die Zahl für stark überhöht.

Kleines Detail am Rande: Das private "Mauer-Museum", das letztere Zahl veröffentlicht hat, wurde von einem der Gründer des schon erwähnten KgU ins Leben gerufen, was Zweifel an der Objektivität der Quelle aufkommen läßt. Weiteres Detail: Die Witwe des Gründers hat einen nach ihm benannten Menschenrechtspreis initiiert (wie macht man sowas?), der gewaltloses Engagement ehrt.
EinSchelm, der Böses dabei denkt. Als Initiator, Organisator und Finanzier von Sabotage-Anschlägen, bei denen Todesopfer in Kauf genommen oder sogar beabsichtig waren, würdet man den Mann aus heutiger, medialer Lesart vermutlich als "Terror-Fürst" bezeichnen.
Wirft man einen Blick auf die bisherigen Preisträger, kommen bei dem ein oder anderen auch Fragezeichen bzgl des "außerordentlichen, gewaltlosen, menschenrechtlichen Engagements" auf. Aber ich merk schon, ich komm wieder vom Hundertsten ins Tausendste.
Googelt doch selber...

****


Schonmal aufgefallen, dass für Amis immer alles nach Hühnchen zu schmecken scheint, egal, was für Fleisch man ihnen vorsetzt? Das Taste-Like-Chicken-Phänomen begegnet einem nicht nur als vermeintlicher Film-Gag, sondern auch im US-Reality-TV und im normalen Leben.
In "Idiot America - How Stupidity became a virtue in the land of the free" (Buchtipp!) wird u.a. erklärt, warum das so ist. Kleiner Spoiler: Es hat mit der Menge an Geflügel zu tun, die der Durchschnitts-Amerikaner zu sich nimmt. Nix mit T-Bone-Steak: Allein am Super Bowl verputzen Amis 1,3 Milliarden Chicken Wings. Das macht 650.000 Hühnchen an einem einzigen Wochenende.

Das Buch gibt es leider nicht auf Deutsch, lohnt sich aber auf jeden Fall, wenn man hinter das Geheimnis des Niedergangs wissenschaftlich belegter Tatsachen (real news vs fake news) kommen möchte. Es gibt da einige bedenkenswerte Parallelen zwischen den Entwicklungen in den USA und bei uns.

Was nebenbei bei der Lektüre des locker aufbereiteten Sachbuchs auffällt: Es werden Schlüssel-Sätze bzw. -Erkenntnisse stetig wiederholt. So, als wolle der Autor sicher gehen, dass diese tatsächlich beim Leser ankommen. Als wenn er für Menschen schreiben würde, deren Aufmerksamkeitsspanne knapp unter der einer Stubenfliege liegt.

****

Verfolgt man US-Reality-Fernsehen, fällt einem ebenfalls etwas auf: Die Protagonisten benutzen immer dieselben, simplen Phrasen und Begriffe. Egal, woher die Leute kommen, aus welcher Region oder sozialen Schicht - es fallen immer dieselben Sätze. Besonders nervig finde ich, dass der Amerikaner jegliches Fleisch als "protein" umschreibt. Egal, ob es sich um eine Koch-, Talk- oder Survival-Show handelt, es heißt jedes Mal "we need protein", bevor jemand ein Schnitzel brät oder einen Leguan killt. Dabei heißt "protein" auch im US-Englisch lediglich nichts anders als "Eiweiß".

Besonders, wenn es um die Beschreibung eigener Emotionen geht, scheint die Sprache sehr verarmt und stark ritualisiert, zumindest im TV. Situationen sind entweder "terrifying", "amazing" oder meist einfach "awesome", oft mit einem vorangestellten "pretty much" oder "kind of". Mehr ist da oft nicht.
Wird jemand gefragt, wie etwas schmeckt, heißt es in 99% aller Fälle: "Oh, this is so good!", mit besonderer Betonung auf dem "so".

Im deutschen Fernsehen begegnet einem das Phänomen dankenswerterweise nur selten, z.B. bei Germany's Next Top-Model - vermutlich kein Zufall, nachdem Heidi Klum stark vom US-Fernsehen geprägt ist, wo sie ja auch dauernd auftaucht.
Bei GNTM hat die ständige phrasenhafte Wiederholung scheinbar Methode, wenn Klum zum gefühlt 1000sten Mal sagt, "nur eine kann GNTM werden", oder "du bist ein wunderhübsches Mädchen, aber ich habe heute leider kein Foto für dich", bis hin zu den ritualisiert wirkenden Selbstreflexionen der "Mädchen", dass sie schon "ihren Weg machen" werden - was immer das bedeutet.



Freitag, 20. Januar 2017

Splitter

Supi. Trump ist Präsident.
Was soll man da sagen außer "je suis USA"?



***
Wer dieser Tage die jährliche Dokumentation über Schnabeltiere das RTL-Dschungelcamp schaut, wird feststellen, dass sich etliche der Teilnehmer schaufelähnliche Gebilde haben ins Gesicht operieren oder spritzen lassen. Normalerweise wäre mir das keine Erwähnung wert, aber ich hab gerade beim Einkaufen irgendeine Menopausierende gesehen, die sich ähnlich hat verunstalten lassen.
Was denken die sich dabei? Auf welchem Planeten gilt ein ständig einen Spalt offenstehendes Breitmaul als Schönheitsideal? Nur weil Modetante Donaldtella Versace, die mittlerweile aussieht, als hätte Daisy Duck mit einer Wurzelbürste ein Kind gezeugt, so rumläuft?
Oder ist das eine indirekte Bewerbung für den nächsten "Batman"-Film?


***
Medien:



Make Winter great again!

***

Fundstück (als Basteltipp für Eigenheimbesitzer)


Freitag, 27. Mai 2016

Seh-Tipp

Sonntag, 24. April 2016

Fundstücke

Habe gerade die neue Werbepausen-Einleitung von Radeberger gesehen. Da heißt es zu Beginn des Mini-Spots: "So, kleine Pause für die Darsteller".

Jede Wette, dass jetzt irgendwo in Deutschland ein paar Hohlbrote auf der Couch sitzen und denken: "Das ist aber nett von Radeberger, dass die auch mal an die Schauspieler denken, so 'n Schauspieler muss ja bestimmt auch mal aufs Klo zwischendurch."

Wetten?

Freitag, 25. März 2016

Fundstück

Bin ich eigentlich der einzige, der hier eine Ähnlichkeit sieht?

Sonntag, 13. März 2016

Fundstück

...weil's wichtig ist:

http://www.hoaxmap.org/

Dienstag, 12. Januar 2016

Fundstücke

Unbedingt empfehlenswert: Die Kolumne von Bundesrichter Thomas Fischer in der "Zeit".
Der Mann bringt die Dinge pointiert und sachkundig auf den Punkt.
Aktuell: "Unser Sexmob"

Bedingt empfehlenswert: "Legends"
Die US-Serie um einen Undercover-Agenten, der sich scheinbar in seinen diversen Tarn-Identitäten verirrt, ist zwar spannend erzählt, hat aber auch dicke Logik-Löcher. Was mir persönlich immer wieder aufgestoßen ist: Die reaktionäre "der Zweck heiligt die Mittel"-Ideologie, die Faktenfälschung, Folter, Mord und Dauerüberwachung durch Staatsdiener geradezu glorifiziert - sind ja schließlich die "Guten". Das findet man in den letzten Jahren in US-Produktionen leider häufiger.
Ist was für Hardcore-Fans von Sean Bean (der hier wirklich glänzt) und "24".

Was ich sonst noch sagen wollte: Ich hab mir zuletzt nach letzter Zeit wieder mal "alte" Filme angeschaut. Soll heißen: Filme, die populär waren, als ich Teenager war. Dabei sind mir überraschend verschiedene Dinge aufgefallen:
  • In den 70ern und 80ern hatte man mit nackten Tatsachen in den USA scheinbar kein Problem, und zwar schon in ganz normalen Familienfilmen wie "Kramer gegen Kramer". Was zum Kuckuck ist in den letzten 30 Jahren passiert, dass die Amis prüderiemäßig wieder bei Vor-Weltkriegs-Standards angekommen sind - zumindest, was die herkömmliche Hollywood-Ware angeht?
  • Das Erzähltempo selbst in Action-Filmen kann man aus heutiger Sicht nur behäbig nennen. James-Bond-Filme mit Sean Connery zum Beispiel haben mal Maßstäbe gesetzt, was Action anging. Ich hab mir zuletzt mal wieder "Goldfinger" angeschaut. Nicht nur, dass die "Schlagzahl" an Actionszenen damals noch deutlich geringer war als heutzutage. Die "Karateschläge" und Platzpatronen-Knallereien von damals wirken im Vergleich zu heutigen Sehgewohnheiten nur noch knuffig-antiquiert.
  • Die haben damals alle gequarzt wie die Geisteskranken.

Montag, 23. November 2015

Fundstück


Montag, 21. September 2015

Fundstücke des Monats

Schöne Hipster-Werbe-Parodie

Schönes Testimonial
Schöner Vorgucker, froi!!

Dienstag, 14. Juli 2015

Fundstücke

In so einem Meeting hat vermutlich jeder von uns schon mal gesessen...



Wieso haben die eigentlich damals dem Böhmermann nicht "Wetten, dass..." angeboten?








Freitag, 26. Juni 2015

Splitter

Apropos Menschen, die einem Rätsel aufgeben: Gestern lief ein älterer Herr vor mir, aus dessen Gesäßtasche unübersehbar ein Kamm ragte. Gleichzeitig zog der gute Mann eine saftige Schweißfahne hinter sich her.

Mal angesehen davon, dass ich Gesäßtaschenkämme für ein so gut wie ausgestorbenes Relikt aus der Beatnik-Ära hielt: Wieso schleppt jemand, der an anderer Stelle offenbar nicht allzuviel Wert auf Körperpflege legt, ständig griffbereit einen Pudelzähmer mit sich herum?

***

Seit... keine Ahnung, seit wann, seit 2 Jahren vielleicht - ist Alkoholkonsum in der Münchner S-Bahn verboten. Dreimal dürft ihr raten, wer sich daran hält. Richtig: Kein Mensch.
Und es findet sich scheinbar auch niemand, der Lust hat, das Verbot durchzusetzen.
Kann man verstehen.
Muß man nicht.

***

Kennt einer TTIP? Oder eins der anderen "Freihandelsabkommen"? Ach, ihr wußtet gar nicht, dass es noch andere gibt? Und TTIP kanntet ihr auch nicht? Und wißt auch nicht, warum sich da irgendwelche Typen aus dem Internet immer drüber aufregen?
Nun, um es kurz zu machen, mit TTIP und Co. geben europäische Staaten weitgehend ihre Souveränität auf, dies ist zumindest einer der Konsequenzen.
Nun kann man viele Teufel an die Wand malen, aber man könnte auch ein konkretes Beispiel nennen, wie solche Abkommen wirken:
"Big Tobacco", in Form von Philip Morris, bedroht und verklagt derzeit souveräne Staaten wie Australien und Uruguay, die zum Schutz der Gesundheit ihrer Bürger neue Vorschriften zur Gestaltung von Zigarettenschachteln erlassen haben. Und zwar aufgrund von Handelsabkommen wie TTIP. Deutlicher: Großkonzerne zerren souveräne Staaten vor nichtstaatliche "Gerichte", weil ihnen deren Gesetzgebung zum Verbraucherschutz beim Profitmachen im Weg ist.
UND GENAU DIESELBE SCHEISSE BLÜHT UNS AUCH, wenn die EU unter Führung der deutschen Regierung diese Abkommen unterschreibt.

***

Hey, Daniel Wirtz. Einerseits hast du es echt verdient, endlich mehr Öffentlichkeit zu bekommen.
Andererseits bereitet es mir schon fast körperliche Schmerzen, dich bei "Sing meinen Song" zwischen dem krampfhaft auf "cool" gebürsteten Schwurbel-Poeten Naidoo, den in Ehren abgewirtschafteten "Prinzen" und all den anderen Schmalz-Nasen hocken zu sehen.
Als dir dann Pur-Pfeifchen Engler auch noch väterlich-gönnerhaft prophezeite, aus dir würde nochmal "was Großes", da tatest du mir dann endgültig ehrlich leid. Oder die kaum zu überbietende Biederkeit, mit der Madame Catterfeld meinte, "solche Worte" (gemeint waren "L.M.A.A", "abgefuckt" usw.) würde sie ja sonst nicht in den Mund nehmen, das erinnerte schon an die swear word-Piepserei amerikanischer Fernsehsender. Hoffentlich ereilt dich, Wirtz, mit deiner Teilnahme an der Sendung nicht der Major-Label-Effekt: Was deiner Popularität nützt, schadet deiner Credibility.

Noch ein Wort zur Sendung: Die Dramaturgie will es, dass noch zur vergurktesten Coverversion alle Protagonisten enthusiastisch aufspringen und mitwippen und sich anschließend gegenseitig sagen, wie toll sie das jetzt wieder fanden. In dem Punkt krankt die nunmehr zweite Staffel wohl an dem Anspruch, unbedingt mindestens genau so erfolgreich sein zu wollen wie die preisgekrönte erste Staffel.
Den Reiz des Formats macht die Chance aus, bekannte Songs in neuem Gewand zu hören. Wobei Cover-Versionen ja nun nix Neues sind. Leider führen die Teilnehmer-Auswahl und die Federführung Naidoos dazu, dass in der Hauptsache radiotauglicher Alltags-Pop mit einer Prise bleichgesichtigen Souls und viel Zuckerguß bei den Covers herauskommen. Ecken, Kanten und Originalität sucht man weitgehend vergeblich. Schade eigentlich, da auch einige ernst zu nehmende Künstler dabei sind und waren, von denen man vielleicht mehr hätte erwarten können. Nur geht es natürlich nicht um die Darstellung musikalischer Vielfalt, sondern um die Vermarktungstauglichkeit des Endergebnisses.

***
Aus Spiegel Online:
Hab ich heute das erste Mal gelesen, den Ausdruck.

"Frigida"? Echt jetzt? Ihr Knalltüten nennt euch echt "Frigida"? Wie blöd muß man eigentlich sein?

***

Irgendwann, wenn ich mal ganz viel Zeit habe, erfinde ich einen Nass-Rasierer, aus dem man nicht ewig die Haare rausklopfen muss. Oder Handy-Akkus, die länger halten als 24 Stunden. Oder Plastik-Verpackungen mit verschweißtem Rand, die man auch ohne Flex und Kettensäge aufbekommt. Oder Honig-Gläser, die nicht früher oder später klebrige Abdrücke hinterlassen. Oder Demokratie.

***

Samstag, 9. Mai 2015

Fun zum Wochenende (engl.)

der Typ ist soooo geil...


 ..das hier auch...